Silberwolfs Naturlexikon

Hier erzählt der Wald in kleinen Häppchen. Mehr Fakten kommen aus den Büchern — und wachsen mit jedem Band.

Spuren

Tiere hinterlassen Spuren. Das können Pfoten- oder Hufabdrücke auf dem Boden sein. Spuren können aber auch Markierungen und Nachrichten sein. Eine Bärin kratzt mit ihren Krallen tiefe Furchen in die Rinde eines Baumes. „Ich war hier …" Wenn du die Spuren liest, weißt du, wer im Wald unterwegs ist.

Geräusche der Nacht

Nachts ist der Wald nicht still: Schleiereulen kreischen, das Käuzchen ruft „huhuuhu". Und manchmal heulen die Wölfe — erst einer, dann alle zusammen. Ihr Heulen sagt: Wir sind hier.

Was der Geruch erzählt

Ein Wolf hat eine viel feinere Nase als du — ungefähr fünfzigmal so fein. Damit erschnüffelt er sogar Dinge, die weit entfernt sind. Jede Nasenöffnung riecht für sich — im Prinzip eine Art „Stereo-Riechen". Das hilft dabei, die Richtung zu erkennen. So merkt Silberwolf schon von Weitem, wenn Gefahr in der Nähe ist: „Stechend. Scharf. Puma."

Rudel & Familie

Wölfe leben in einer Familie, die man Rudel nennt. Wolfswelpen kommen blind zur Welt — ihre Augen öffnen sich erst nach etwa zwei Wochen. Danach bleiben sie noch eine Weile dicht am Bau, bevor sie den Wald erkunden dürfen. Die Eltern beschützen sie und bringen ihnen bei, was sie wissen müssen.

Zeichnung: Blick aus einer Höhle ins Waldtal